Streicher-Power

an der GHS: Einmal Geige, Bratsche, Cello – zum Anfassen!

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ich bin immer noch ganz begeistert von unseren zwei besonderen Unterrichtstagen! Die Klassen 6, 7 und der WPF-Musikkurs hatten eine einmalige Chance: Wir sind in die Welt der Streichinstrumente eingetaucht – nicht nur mit den Ohren, sondern mit beiden Händen, offenem Herzen und richtig viel Neugier.

Hören, fühlen, ausprobieren – Musik zum Erleben

Ihr habt nicht nur zugeschaut, sondern selbst Hand angelegt: Wie halte ich das Cello im Sitzen? Wie steht man stabil mit der Bratsche? Wo liegt die Geige richtig auf der Schulter? Ihr habt den Bogen geführt, den Klangkörper zum Schwingen gebracht und gemerkt, wie schon ein kleiner Millimeter am Bogenstrich den Ton verändern kann. Das war echtes Musikerleben – kein Buch, kein Video kann das ersetzen!

Und dabei habt ihr ganz nebenbei wichtige Fachbegriffe entdeckt:

  • der Bogen – unser Zauberstab, der die Saiten zum Klingen bringt
  • der Klangkörper – das Resonanzwunder, das euren Ton groß macht
  • die Schnecke – oben am Wirbelkasten, schön verziert und typisch für alle Streichinstrumente

Diese Teile haben alle Streichinstrumente gemeinsam – und doch klingen sie total unterschiedlich. Ihr habt die Unterschiede nicht nur gesehen, sondern erlebt: die helle Strahlkraft der Geige, die warme Tiefe der Bratsche, das erdige, volle Brummen des Cellos. Gänsehaut inklusive!

Ein Profi zu Gast: Cello live mit Detlev Kaese

Ein echtes Highlight: Der Cellist Detlev Kaese aus Düsseldorf war bei uns! Mit professioneller, herzlicher Unterstützung hat er euch das Cello erklärt, spannende Techniken gezeigt und live vorgespielt – vom weichen Legato bis zum knackigen Pizzicato. So nah kommt man einem Profi selten! Währenddessen habe ich – eure Frau Kennemann – aus meiner eigenen Streicher-Erfahrung (ich spiele in meiner Freizeit Geige und Bratsche) die Instrumente erklärt, kleine Tricks verraten und euch beim Ausprobieren begleitet.

Individuelle Betreuung – euer Ton, eure Entdeckung

Was mich besonders stolz macht: Jede und jeder von euch hat wirklich gespielt – nicht nur geguckt. Ihr habt gefragt, gestaunt, gelacht, geübt. Manche Töne waren sofort schön, andere wollten erobert werden. Genau so funktioniert Musik: Schritt für Schritt, mit Neugier und Mut. Und ja – der Moment, in dem zum ersten Mal ein sauberer Ton über die Saite schwebt, ist magisch!

Warum das zählt – und wie es weitergeht

Diese zwei Tage waren mehr als „Instrumentenkunde“. Sie waren eine Einladung:

  • zum Dranbleiben, auch wenn der Ton nicht sofort perfekt ist
  • zum gemeinsamen Musizieren – denn zusammen klingt’s am schönsten
  • zum Entdecken, welches Instrument zu euch passt

Wenn ihr Lust bekommen habt:

  • Sprecht mich an – wir finden Wege zum Weitermachen (AG, Ensemble, Leihinstrumente, Kontakte zu Musikschulen)
  • Übt kurze „Tonabenteuer“: 5 Minuten Bogenhaltung, 5 Minuten offener Saitenklang – regelmäßig ist besser als lange und selten
  • Hört bewusst Streichmusik: Filmmusik, Pop mit Streichern, klassische Hits – ihr werdet die Instrumente schnell wiedererkennen

Für mich war es genauso beeindruckend wie für euch: Ein Profi-Cellist zu Gast, alle gängigen Streichinstrumente vor Ort, individuelle Begleitung – das ist nicht Alltag, das ist ein Erlebnis. Und ihr habt es großartig genutzt!

Ich freue mich auf eure nächsten Töne – hell, warm, tief, mutig.

Eure Frau Kennemann – Musiklehrerin, GHS Korschenbroich

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