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(RP) Auftrag ausgeführt: Das Werkstattprojekt der Korschenbroicher Hauptschule hat gestern die erste bestellte Bank hinter dem Glehner Sportplatz abgeliefert. Jetzt sollen die Pennäler
ein Gerät für einen Spielplatz bauen.
Hau ruck – Tobi, Alex, Martin, Sebastian, Marko und Lars heben die Holzbank hoch und setzen sie aufs Fundament. Fertig. Seit Beginn des Schuljahrs waren sie und neun weitere Jungs des
Werkstattprojekts der Hauptschule Korschenbroich mit der Herstellung dieser Bank beschäftigt. Gestern nun wurde sie offiziell übergeben. Einen Folgeauftrag der Stadt haben die Hauptschüler auch schon in der
Tasche: Sie sollen ein Spielplatzgerät aus Holz bauen.
Einer der 15 Schüler des Werkstattprojekts ist Lars Döhmen. Der 16-Jährige möchte später mal „Anlagentechniker Sanitär und Heizung“ werden, wie er sagt. Daher kommt auch das Interesse
an handwerklicher Arbeit. Das Werkstattprojekt ist also wie geschaffen für ihn. Dass manchmal auch länger gearbeitet werden muss, eben so lange, bis alles fertig ist, stört ihn nicht. „Das ist kein
Weltuntergang“, sagt er. Lars ist stolz, dass er mithelfen konnte, diese Bank zu bauen.
Standort: Glehner Sportplatz
Die steht übrigens hinter dem Glehner Sportplatz. „Das ist eine sehr markante Stelle, hier fehlte so etwas noch“, sagt Bürgermeister Heinz Josef Dick und zeigt in die Ferne. Die Sonne
scheint.
Für den Bürgermeister ist die Bank nicht einfach nur ein weiterer Rastplatz in der Gemeinde. „Wichtig ist, dass die Schüler nicht für die Mülltonne gearbeitet haben“, sagt er. Durch
den Aufbau der Bank auf öffentlichem Gelände wird ihnen eine besondere Anerkennung zuteil. „Sie werden ernst genommen“, sagt Dick.
Thomas Löhr ist Lehrer und Projektleiter der Werkstatt. „Wir bauen schon seit rund sechs Jahren Fahrradständer oder Bänke“, erklärt er, „bisher aber nur für unsere eigene Schule. Das
ist das erste Mal, dass wir einen externen Auftrag erhalten haben.“ Drei Robinienstämme wurden dafür von Grund auf verarbeitet: vom Entrinden über das Zurechtschneiden bis hin zum Schleifen. „Das haben die
Schüler alles selbst gemacht“, erklärt Löhr, „das erfordert vor allem Zuverlässigkeit.“ Und: „Das hier ist das richtige Bild von Hauptschülern, nicht das der Rütli-Schule.“
Bürgermeister Dick hat die Bank übrigens aus eigener Tasche bezahlt. Das Folgeprojekt aber wird von der Stadt finanziert. „Wir werden der Schule die Materialkosten ersetzen“, erklärt
Dick. Einen echten Lohn gebe es nicht. Braucht es auch nicht: Die anerkennenden Worte und die zufriedenen Gesichter der Offiziellen gestern waren für die Schüler Lohn genug.
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